Freitag | 27. Februar 2026 | 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Tagungsort
Aesculap Akademie GmbH
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstr. 58/59
10117 Berlin
„Nationale Wundstrategie: Von der Forderung zur Umsetzung – was Politik, Praxis und Forschung jetzt konkret tun müssen“
Der BVMed hat 2025 eine Nationale Wundstrategie (NWS) mit zwölf Handlungsfeldern vorgelegt. Ziel ist die Verbesserung der Versorgung von über einer Million Patient:innen mit chronischen Wunden in Deutschland. Die NWS prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen in den kommenden Jahren. Mehr chronischen Wunden und komplexeren Therapieverläufen stehen andererseits immer weniger medizinische und pflegerische Fachkräfte gegenüber. Die Strategie führt als Lösungsansätze unter anderem Versorgungspfade, eine frühere Diagnostik, interprofessionelle Zusammenarbeit, digitale Lösungen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung auf.
Versorgungsdaten aus Kassenberichten und Studien zeigen: Die durchschnittliche Behandlungsdauer von Menschen mit chronischen Wunden liegt bei über 130 Tagen, der Anteil spezialisierter Versorgung ist mit unter 10 % gering, die Therapieverläufe sind komplex und die Therapiekosten hoch. Die Zuweisung in spezialisierte Versorgung erfolgt oft zu spät. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Ziel der Diskussion
Ziel ist es, politisch anschlussfähige Impulse und Vorschläge zu definieren und zu priorisieren. Wir wollen umsetzbare Lösungen herausarbeiten, die schnell helfen, die Versorgungssituation für Menschen mit schwer heilenden und chronischen Wunden zu verbessern. Dabei nehmen wir als Ausgangspunkt die Nationale Wundstrategie des BVMed und suchen die Handlungsfelder, bei denen Erfolge schnell bei den Patient:innen ankommen.
Unterlagen und Informationen zur Veranstaltung:
- Programm 2026
- Nationale Wundstrategie
- Liste der Teilnehmer:innen
- Expertenpapier Kompetenzlevel: https://link.springer.com/article/10.1007/s00772-019-0550-9